Für einmal ging es für 12 Mitglieder des Aviatikvereins nicht in die Luft, sondern zum erfolgreichsten Schweizer Schienenfahrzeughersteller Stader Rail in dessen Werk in Altenrhein SG, dem Kompetenzzentrum für Doppelstockfahrzeuge und Tailormade Züge. Peter Zwicker, der Leiter der Produktion und Logistik ermöglichte uns einen Blick hinter die Kulissen zu werfen. Wir durchliefen den ganzen Fertigungszyklus Schritt für Schritt. Den Anfang machen das Fräsen und Zuschneiden der Strangpressprofile in die benötigten Dimensionen. Danach werden die Einzelteile von Hand zum Rohwagenkasten zusammengeschweisst. Der fertige Rohwagenkasten wird anschliessend sandgestrahlt, gespachtelt und lackiert. Weiter geht es mit dem Innenausbau. Zuerst wird alles vorbereitet für den reibungslosen Einbau der elektrischen und pneumatischen Komponenten. Es folgen die Fussböden mit Fussbodenheizung, die klimatischen Systeme und die Türen. Bordtoiletten, Stromrichter, Transformatoren und Pantographen werden modular eingebaut und verkabelt. Später kommen die Innenausstattungen mit den Stühlen und Verglasungen hinzu, bis es dann für das Fahrzeug in die statische Inbetriebsetzung (IBS) vor Ort geht. Ist die Funktionskontrolle abgeschlossen, wird der Zug nach Erlen TG in die dynamische IBS geschleppt, wo die Fahrsysteme auf Herz und Niere geprüft werden. Ist auch dieser Schritt erfolgreich, wird das Fahrzeug vom Kunden abgenommen und für den Transport bereitgestellt, was sich je nach Zieldestination, Fahrzeugdimension und Spurweite mehr oder weniger aufwendig gestaltet.
Nach der Führung gingen wir zur Markthalle in Staad, die von Friedensreich Hundertwasser konzipiert wurde, um mit einem kühlen Getränk das Wochenende einzuläuten.
Für den Vorstand,
Severin
